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Besuch aus Hong Kong

Heimkehrer-Dankeskirche
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Chinesen von Heimkehrer-Dankeskirche beeindruckt

Besuch aus der Partnerdiözese Hongkong bekam kürzlich das Bischöfliche Jugendamt in Essen. 23 junge Menschen sind von fern angereist, um sich im Bistum Essen mit Jugendlichen über die kirchliche Jugendarbeit auszutauschen und über Begegnungsmöglichkeiten nachzudenken. Im Laufe ihres Besuches konnten sie Projekte der Jugendberufshilfe, der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Jugendkirchen oder die Freiwilligendienste im Bistum näher kennenlernen. Aber auch die Kultur kommt bei diesem Besuch nicht zu kurz. So standen auch Besuche auf Zeche Zollverein, des Ruhrmuseums, des Gasometers und der Bochumer Heimkehrer-Dankeskirche in Weitmar auf dem Programm. Untergebracht war die Gruppe gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Bistum Essen im Jugendhaus St. Altfrid.

Besuch aus Hongkong in der Heimkehrer-DankeskircheBegleitet wurde die Gruppe der jungen Chinesen bei ihrem Besuch in der Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar von dem Bochum Stadtjugendpfarrer Matthias Feldmann und dem BDKJ-Stadtseelsorger Florian Rommert. Alfons Stiewe führte die Besuchergruppe dann durch die Heimkehrer-Dankeskirche und brachte den jungen Chinesen so ein bedeutendes Stück deutscher Geschichte näher. Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Haft. Am 12. Dezember 1959 weihte der erste Essener Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. In der Krypta befindet sich heute ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhalten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermittelt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss.

Besuch aus Hongkong in der Heimkehrer-DankeskircheAssunta aus Hong Kong, eine der Teilnehmerinnen, meinte nach dem Kirchenbesuch: "Ich empfinde es als so großartig, Zeuge der Geschichte dieser Gemeinde zu sein." Eine weitere chinesische Teilnehmerin, Natalie, sagt: "Wir sind sehr stolz, dass wir die Chance hatten, deutsche Geschichte zu erleben. Der Schmerz und die Fehler, die über uns eingebrochen waren, zeigen uns, dass Friede und Einheit zielführend sind." Dann fährt Natalie mit einem Gebet fort: "Der barmherzige Gott beschütze diese Gedenkstätte und es macht mich glücklich, dass er mich sicher nachhause begleiten wird." Der Chinese Kim, ebenfalls aus Hong Kong, formuliert im Gästebuch der Heimkehrer-Dankeskirche eindruckvoll ein Gebet, dass die Umschreibung der berühmten Stalingradmadonna - Licht, Leben, Liebe - aufgreift: "Danke Gott, dass du uns ein Licht gesandt hast. Du hast die Gnade des Seins, besitzt das Leben und die kostbare Gabe zu lieben und geliebt zu werden."

Als Alfons Stiewe zum Abschluss des Besuches der Gäste aus dem Partnerbistum Hong Kong die Schutzmantelmadonna der Kirche am Seitenaltar erläuterte, zündet er zwei Kerzen an. Eine - so sagt er - für Hong Kong und eine für das Bistum Essen. Daraufhin ertönte in dem Bochumer Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern etwas sicherlich einzigartiges und symbolträchtiges: In chinesicher, deutscher, englischer Sprache begannen die Teilnehmer zu beten und wandten sich international mit dem "Ave Maria" vertrauensvoll an die Gottesmutter.

Fotos: H. Haferkamp

Kirche und Internet 01 - Das E-Mail-Programm

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Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Diese Devise hat sich bei mir über die Jahre entwickelt, als ich feststellen musste, dass es mehr von allem gibt, als Lebenszeit da ist - mehr Musik, mehr Bücher, mehr Filme und vor allem mehr zu tun. Computer und das Internet bergen sowohl die Gefahr Zeit zu verbraten, die man sich eigentlich nicht nehmen wollte, als auch die Möglichkeit, viel Zeit zu sparen. Mit vielen Werkzeugen rund ums Netz geht vieles schneller. Nicht umsonst läuft sehr viel Kommunikation innerhalb der Gemeinde mittlerweile über E-Mail.

Gerade E-Mail wird viel zu oft gleichsam mit angezogener Handbremse benutzt. Mit diesem Text möchte ich den Versuch starten, einige Handbremsen zu lösen und indirekt Zeit zu generieren, die dann für wichtigere Dinge zur Verfügung steht, als Passwörter zu suchen und Anmeldeformulare auf Webseiten auszufüllen.

Die potentiell erlösende Nachricht ist die folgende:

“Es gibt Programme, die E-Mails abholen, verschicken und verwalten, die mit mehreren E-Mail-Adressen gleichzeitig umgehen können und das Einloggen auf Webseiten überflüssig machen und eins dieser Programme ist schon auf Ihrem Computer installiert.”

Für viele ist das ein alter Hut, aber ich erinnere mich noch daran, wie mich zum ersten mal jemand auf E-Mail-Programme gestoßen hat, womit E-Mail für mich erst zum ernst zu nehmenden und vor allem praktischen Kommunikationsmedium wurde.

Prinzipiell muss jede E-Mail-Adresse in einem solchen Programm erstmal eingerichtet werden, das aber einmalig und anschließend entfällt das Einloggen. Alles geht schneller, da nur noch die E-Mails selbst aus dem Netz geladen werden müssen, nicht aber die Webseite drumherum, die die Mails anzeigt. Im Fall, dass man nur eine E-Mail-Adresse betreibt, ist die Zeitersparnis noch nicht dramatisch, kommen aber mehrere Adressen ins Spiel, spart man nicht nur das Anmelden auf diversen Webseiten, sondern kann z.B. von einem gemeinsamen Adressbuch Gebrauch machen, dass sonst bei jedem E-Mail-Anbieter einzeln angelegt werden müsste. Soweit zu den Vorzügen, die die Verwendung eines solchen Programms hat.

Falls die Existenz dieser Programme für Sie neu und begrüßenswert ist, Sie sich aber seit mehreren Abschnitten fragen, wo das entsprechende Programm auf Ihrem Rechner zu finden ist und wie man es einrichtet, so möchte ich dafür auf eine weiterführende Seite verweisen. Hilfe zum Einrichten von E-Mail-Programmen gehört nicht in die News-Sektion der Gemeindeseite, sondern ist nur einen Klick auf die ersten drei Worte dieses Satzes entfernt.

An dieser Stelle möchte ich den Artikel schließen. Es gäbe über E-Mail-Programme noch einiges zu erzählen, aber ich habe mich hier absichtlich auf das Lösen der Handbremse beschränkt, wie man auf die Autobahn kommt, erzähle ich später und wie man anfährt ist in der "Hilfe zum Einrichten" beschrieben.

Die Briefgrafik stammt von gbaku.

Nach-Primiz in der Krypta

Heimkehrer-Dankeskirche
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Pater Placidus feiert Nach-Primiz an denkwürdigem Ort

Eine Primizfeier an einem denkwürdigen Ort beging kürzlich ein Zisterziensermönch aus dem Priorat Bochum-Stiepel. Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Haft. Am 12. Dezember 1959 weihte Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. In der Krypta befinden sich eine Gedenkstätte und ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhalten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermittelt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss.

Gerade diesen Ort suchte sich der Zisterzienserpater Placidus Beilicke, der am 17. Juni 2011 von Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck in der Wallfahrtskirche Bochum-Stiepel zum Priester geweiht wurde, für eine Heilige Messe als Nach-Primz aus. Der Vater von Pater Placidus war selber noch Kriegsheimkehrer. Daher dachte der Primiziant in dieser heiligen Messe in der Krypta des Gotteshauses in Bochum-Weitmar auch besonders an seinen verstorbenen Vater.

Nach-Primiz in der KryptaIn seiner Predigt nahm Pater Placidus besonders das "ergreifende Marienbild der Muttergottes von Stalingrad" in den Blick seiner Betrachtungen. Das Bild zeigt eine sitzende Frauengestalt, die ähnlich einer Schutzmantelmadonna unter ihrem Mantel ein Kind birgt, dieses liebevoll ansieht und ihm Schutz und Geborgenheit gibt. Die Darstellung trägt die Umschrift "1942 Weihnachten im Kessel – Festung Stalingrad – Licht, Leben, Liebe". Gezeichnet wurde das 105 × 80 Zentimeter große Bild mit (Holz)-Kohle auf die Rückseite einer russischen Landkarte. Eine Reproduktion als bestickter Wandbehang befindet sich in der Krypta der Bochumer Heimkehrer-Dankeskirche. Das Original befindet sich nun in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche. Das Weihnachten 1942 von dem evangelischen Pastor, Oberarzt im Lazarett und Künstler Dr. Kurt Reuber gezeichnete Bild entstand in einem Unterstand im Kessel von Stalingrad. Nach dem Evanfelium der Abfolge Jesu schlug der Neupriester den Bogen: "Auch wir ruhen auf Vorvätern. Wir sind nur das was wir sind, weil es sie gab." Pater Placidus nimmt Bezug auf die sogenannten O-Antiphonen des Advents: "O sapientia - O Weisheit." Das sei die Dimension des Advents heute. Der Advent sei den Lesungen nach eine Zeit von Feuer und Erdbeben. Reuber schreibe in einem Brief: "Wir durchlebten und durchkämpften die größte Adventszeit unseres Lebens. In tätiger Erwartung unserer Erlösung. Uns sind in Verkettung von Schuld und Schicksal die Augen für die Schuld geöffnet worden." Die mangelnde Friedensbereitschaft sei Grund für die Katastrophen der Menschheit. Friede werde nicht erst in der großen Politik gemacht, sondern müsste bei uns selber beginnen. Krieg sei ein Audruck von Leid und Tod. Friede müsste bereits im kleinen gewahrt werden. Das Buch Genesis spreche vom Baum mit der Frucht der Erkenntnis. Die Kirchenväter hätten gesagt: "Aus dem Holz des Baumes der Erkenntnis sind Krippe und Kreuz gemacht." Christus selber sei die Weisheit, also die Frucht der Erkenntnis, die sich in der Krippe und der Katastrophe des Kreuzes wiederspiegelt. Die Pritschen der Lager seien eine Art hölzerne Krippen. Dies haben die Soldaten in der Stalingradmadonna gefunden: "Die Frucht der Rettung." Es sei wichtig, dass es Orte gebe, die von der tiefsten Not der Erniedrigung erzählen. Reuber: "Bei uns Gefangenen wurden wir zur Einkehr gezwungen." Verblendung führe - so der Neupriester - nur zu neuen Katrostrophen. Daher sei es wichtig, dass Gedenkorte wie die Heimkehrer-Dankeskirche an solche Katastrophen erinnern. Pater Placidus abschließend: "Orte wie die Heimkehrer-Dankeskirche reden von der Muttergottes, die die Weisheit geboren hat, die Frucht der Erkenntnis, gereift vom Baum von dessen Holz Krippe und Kreuz gemacht sind."

Nach-Primiz in der KryptaNach der heiligen Messe erteilte Pater Placidus den zahlreichen Gottesdienstbesuchern noch den Einzel-Primizsegen.

Der Marienwallfahrtsort Bochum-Stiepel ist eng mit der Geschichte der Heimkehrer-Dankeskirche verbunden. Vor Beginn des Kirchbaus fanden 1956 und 1958 zwei Bittwallfahrten zur Schmerzhaften Mutter von Bochum-Stiepel statt. Daher unterstreicht die Primiz eines Zisterziensermönches aus Bochum-Stiepel gerade auch diese geschichtliche Verbindung der beiden Orte.

Die Bochumer Heimkehrer-Dankeskirche soll auch weiterhin Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern sein. Pfadfinder aus der Gemeinde Heilige Familie - Heimkehr aus Ägypten - brachten so auch in diesem Jahr wieder das Friedenslicht von Bethlehem in die Heimkehrer-Dankeskirche und stellten es kürzlich im Sonntagsgottesdienst vor und gaben es an die Gottesdienstbesucher weiter. Ein treffendes Symbol für diese Gedenkstätte.

Fotos: H. Haferkamp

Wussten Sie schon - Termine

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Wusstens Sie schon, dass auf der neuen Gemeindeseite jeder ohne Anmeldung Termine vorschlagen kann? Ein Klick auf den Zettel links unten im Fuß der Seite öffnet das zuständige Formular, in dem Datum, Uhrzeit, die jeweilige Kirche (sofern sich der Termin eindeutig zuordnen lässt) und ein paar beschreibende Worte ihren Platz finden.

Sollten wir also nicht alle Termine im Blick haben, greifen Sie zur Tastatur und machen Sie die Seite vollständiger.

Sternsinger 2012

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Die Sternsinger kommen! In Weitmar ziehen am Samstag, 7. Januar Kinder und Jugendliche unserer Gemeinde durch die Straßen. Unter dem Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ bringen die Sternsinger den Segen Gottes in die Häuser und sammeln Geld für Hilfsprojekte des Kindermissionswerkes. In diesem Jahr steht Nicaragua als Beispielland im Vordergrund der Aktion. Die gesammelten Spendender Sternsinger setzt das Kindermissionswerk für Hilfsprojekte in unterschiedlichen Ländern ein.

Kinder und Jugendliche, die an dieser Aktion teilnehmen möchten, sind eingeladen zu einem Vortreffen am Freitag, 6. Januar 2012 um 10.00 Uhr im Gemeindehaus Hl. Familie (Karl-Friedrich-Straße 111). Dort werden Kleingruppen gebildet, Gewänder ausgesucht und Texte geübt. Nach der Aussendungsfeier am Samstagmorgen ziehen die Gruppen dann von Tür zu Tür.

Wir freuen uns über jeden, der mitmacht!

Sie wünschen einen Besuch der Sternsinger? Sowohl in der Franziskuskirche, als auch in der Kirche Hl. Familie (Heimkehrer-Dankeskirche) liegen Listen aus. Wer in Weitmar wohnt und von den Sternsingern besucht werden möchte trägt sich bitte bis spätestens Weihnachten in eine dieser Listen ein (auch wenn Sie in den letzten Jahren bereits besucht wurden ist ein Eintrag notwendig).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Gemeindereferentin Anja Rommert unter 0234 / 45 22 25.

Ehrung für Alfons Stiewe

Heimkehrer-Dankeskirche
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Bochumer Oberbürgermeisterin ehrt Alfons Stiewe

Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaft. Auch in Bochum gibt es zahlreiche Menschen, die uneigennützig wirken und sich für das Wohl ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen. Die Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz würdigte dies am 11. Dezember 2011 und ehrte neun ehrenamtlich tätige Frauen und Männer für ihren beispielhaften Einsatz. Darunter auch Alfons Stiewe aus der Gemeinde St. Franziskus Weitmar.

Für Alfons Stiewe ist die Heimkehrer-Dankeskirche der Mittelpunkte seines ehrenamtlichen Wirkens. Das katholische Gotteshaus in Bochum-Weitmar beherbergt in seiner Krypta viele Ausstellungsstücke, die die mehr als zwölf Millionen deutschen Kriegsgefangenen während ihrer Lagerhaft hergestellt haben. Pfarrvikar August Halbe initierte den Kirchbau nach 5 Jahren Kriegsgefangenschaft im Ural als Dank für die glückliche Rettung aus Not und Gefahr. Alfons Stiewe bringt Interessierten die Kirche und die Gedenkstätte in der Krypta sowie die Exponate als Kirchenführer eindrucksvoll näher. Darüber hinaus organisierte er über viele Jahre die so genannten Heimkehrer-Danktage, zu denen viele ehemalige Kriegsgefangene und deren Angehörigen nach Bochum kamen. Im Ost-West-Arbeitskreis half er, als Europa noch durch den Eisernen Vorhang getrennt war, über die Lebensverhältnisse im östlichen Teil Europas aufzuklären, und sammelte für die Menschen dort Kleider sowie Lebensmittel. Darüber hinaus verkauft Alfons Stiewe seit 23 Jahren in einem Team von rund 50 Ehrenamtlichen für Adveniat Glühwein und Plätzchen auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt. Mit dem Erlös werden Projekte in Lateinamerika unterstützt.

Für sein kirchliches Engagement wurde Alfons Stiewe bereits mit dem päpstlichen Orden "Pro Ecclesia et Pontifice" ("Für Kirche und Papst") ausgezeichnet. 

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Bochum.

Bild:
Alfons Stiewe (links) erläutert dem ehemaligen NRW-Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden Helmut Stahl (rechts) bei einem Besuch der Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum das Bildnis der Stalingradmadonna; eine Reproduktion als bestickter Wandbehang befindet sich in der Krypta der Bochumer Kirche. (Fotograf: H. Haferkamp)

Landtagspräsident besucht Heimkehrer-Dankeskirche

Heimkehrer-Dankeskirche
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Kürzlich besuchte der Präsident des nordrhein-westfälischen Landtages, Eckhard Uhlenberg, die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar und informierte sich vor Ort über diese deutschlandweit einzigartige Kirche, die als lebendiger Dankaltar von Kriegsheimkehrern aus dem 2. Weltkrieg errichtet wurde und auch heute noch Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern sein soll. Begleitet wurde er vom Vorsitzenden des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsage in Bochum, Dr. Christoph Konrad. Die Gäste wurden seitens der Gemeinde von Pfarrer i. b. D. Theo Schwens, Alfons Stiewe und Christian Herker begrüßt. Pfarrer Theo Schwens führte die Gäste anschließend durch die Kirche und die Gedenkstätte in der Krypta. Landtagspräsident Uhlenberg bedankte sich anschließend für die "einfühlsame Führung" und wünschte der "eindrucksvollen Gedenkstätte" auch für die Zukunft viele aktive Mitstreiter, um den Erhalt auch für die kommenden Generationen zu sichern.

Hintergrund

Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkunft aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Haft. Am 12. Dezember 1959 weihte Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. In der Krypta befindet sich heute ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhalten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermit-telt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss.

Bild v. l. n. r.: Alfons Stiewe, Dr. Christoph Konrad, Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, Pfarrer Theo Schwens, Christian Herker. (Fotograf: H. Haferkamp)

Volkstrauertag in Heimkehrer-Dankeskirche

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Am Volkstrauertag wurde wieder in der "Heimkehrer-Dankeskirche" in Bochum-Weitmar der Opfer der Weltkriege sowie von Krieg und Terror gedacht. Hierzu hatten sich die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Weitmar sowie zahlreiche Gemeindemitglieder in der Krypta der Kirche mit ihrer Gedenkstätte versammelt. Der ökumenische Gedenkfeier wurde von Pfarrer i. b. D. Theo Schwens und der evangelischen Pastorin Heidrun Schmidt-Solty von der benachbarten Emmausgemeinde geleitet. Bereits ab 14 Uhr war die Kirche für interessierte Besucher geöffnet.

Foto: H. Haferkamp

Lichtzeichen - so wars

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Zum 29. Mal hat die Nachtwallfahrt der Jugend stattgefunden, da wurde es doch Zeit, dass sie zum ersten Mal nach Bochum führte. Jugendliche und Junge Erwachsene von Lichtblick haben mit Unterstützung von weiteren Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen aus der ganzen Stadt sowie aus dem Bischöflichen Jugendamt diese Nachtwallfahrt vorbereitet.

Seit Anfang des Jahres haben Arbeitsgruppen getagt, um zu planen, vorzubereiten, zu organisieren, Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Am 8. Oktober war es dann endlich soweit.

An sieben Orten in Bochum und Hattingen sind die Jugendlichen gestartet. Darunter waren die Uni, die Sternwarte, das Hospiz, Opel und die Henrichshütte. Pünktlich zum Auftaktimpuls öffnete der Himmel seine Schleusen und es hagelte und stürmte. Das hielt den größten Teil der Leute aber nicht davon ab, sich zu Fuß auf den Weg zu machen. (Und welch ein Glück, Regen gab es am ganzen Abend nicht mehr!) Auf dem Fußweg waren zwei Lichtzeichen angebracht, die dazu einluden, sich mit den Impulsen im Begleitheft zu beschäftigen. Dieses Angebot wurde gerne angenommen.

Gegen 21 Uhr waren alle Gruppen in Weitmar angekommen, der Platz an der Kirche füllte sich. Die warme Suppe war begehrt, dann war Zeit zum Quatschen, zum Wärmen am Feuer, zum Gestalten von Kerzen, zum Schreiben von Postkarten, zum Gespräch mit Seelsorgern, zum Formulieren von Fürbitten, zum Besuch in der Krypta. Und schließlich begann um 22 Uhr die Jugendmesse. Rund 700 Jugendliche und Junge Erwachsene füllten die Kirche, sangen und beteten. „Ihr seid das Licht der Welt“ war der zentrale Gedanke bei der gemeinsamen Feier. Besonders bestaunt wurden die Banner, die passend zum Evangelium entrollt wurden, und die Lichteffekte während des Gottesdienstes.

Kurz nach Mitternacht war die Nachtwallfahrt schon wieder Geschichte. Mit Bussen und Autos ging es zurück in die Städte und Kreise des Bistums. Zu wünschen ist, dass der Auftrag, Licht zu sein, nicht in Vergessenheit gerät!

Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer!